Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung
Infos zum Programm
Warum Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung?
Gebärmutterkrebs tritt am häufigsten zwischen dem 25. und dem 55. Lebensjahr auf. In diesem Zeitraum erkranken jährlich etwa sechs von 10.000 Frauen an der Krankheit. Bei etwa achtmal so vielen Frauen werden Vorstadien von Gebärmutterkrebs gefunden und behandelt, so dass er nicht zum Ausbruch kommt.
Der PAP-Abstrich dient dazu, die Beschaffenheit und Gesundheit des Gebärmutterhalses zu prüfen. Diese Untersuchung lässt gute Rückschlüsse auf die Karzinomwahrscheinlichkeit im Gebärmutterhals zu.
Was ist ein PAP-Abstrich?
Sollten alle Frauen den PAP-Abstrich machen?
Ja! – Im Rahmen des Gesundheits-Checks wird der PAP-Abstrich für alle Frauen ab 18 Jahren empfohlen. Der Test besitzt eine sehr hohe Aussagekraft und die Gültigkeit der Testergebnisse erhöht sich noch, wenn der PAP-Abstrich regelmäßig durchgeführt wird.
- Durch den PAP-Abstrich können Veränderungen des Gebärmutterhalses identifiziert werden.
- Die Behandlung dieser Zellveränderungen verhindert den Ausbruch von Gebärmutterhalskrebs.
- In den letzten 50 Jahren ist die Sterblichkeit am Gebärmutterhalskrebs um zwei Drittel zurückgegangen.
Welche Erfolge brachte der PAP-Abstrich bereits?
Wie wird der PAP-Abstrich durchgeführt?
Der Abstrich wird im Regelfall von Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin vorgenommen. Sie werden ersucht, sich von der Hüfte abwärts zu entkleiden und auf dem Untersuchungsstuhl Platz zu nehmen. Ein kleines Instrument (Spekulum) wird in ihre Scheide eingeführt, um sie offen zu halten.
Dann wird mit einem weichen Spatel oder einer Bürste über den Gebärmutterhals gestrichen. Es werden einige Zellen davon abgeschabt. Diese Zellen werden anschließend präpariert und unter einem Mikroskop analysiert. Der Abstrich selbst dauert nur wenige Sekunden. Sollten Sie dabei Schmerzen empfinden, zögern Sie nicht, dies Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mitzuteilen.
Früherkennung mit nachfolgender Behandlung kann drei Viertel aller Gebärmutterhalskrebs in ihrer Entwicklung stoppen und damit den Ausbruch der Krankheit verhindern. So wie andere Früherkennungs-Test ist allerdings auch der PAP-Test nicht perfekt. So ist es möglich, dass frühe Zellveränderungen übersehen werden. Regelmäßige Untersuchungen mindern dieses Risiko. Der PAP-Abstrich findet auch entzündliche Veränderungen, so dass nicht jedes auffällige Ergebnis Gebärmutterhalskrebs bedeutet.
Wie zuverlässig ist das Ergebnis?
Was tun, wenn Veränderungen gefunden wurden?
Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt wird mit Ihnen die weitere Vorgangsweise besprechen. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass der Abstrich nach einiger Zeit wiederholt werden muss, weil es häufig passiert, dass abnorme Zellen von selbst wieder verschwinden.
Es können auch Gewebeproben entnommen werden. Dabei handelt es sich meist um einen kleinen Eingriff, der ambulant durchgeführt werden kann.
Vorteile
- Die regelmäßige Durchführung des PAP-Abstrichs hat dazu beigetragen, dass der Gebärmutterhalskrebs heute zu den seltenen Krebserkrankungen gehört.
- Der Test hat hohe Aussagekraft und ist mit geringem Aufwand schnell einfach und unkompliziert durchzuführen
- Die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Zellveränderungen verhindert mögliche Folgeerkrankungen wie Gebärmutterkrebs.
- Die regelmäßige Durchführung des PAP-Abstrichs reduziert das Risiko an einem Gebärmutterhalskrebs zu sterben.
Nachteile
Manche Frauen empfinden die Abstrich-Entnahme als unangenehm. Sie ist jedoch nicht schmerzhaft und verursacht keine Nebenwirkungen.
Welche Vor- bzw. Nachteile gibt es beim PAP-Abstrich zu beachten?
Ich sorg vor. Individuell nach Alter und Geschlecht
Die regelmäßige und kostenlose Vorsorgeuntersuchung ist wichtig für meine individuelle Gesundheit. Sie liefert Erkenntnisse über meinen Gesundheitszustand und wie ich ihn positiv beeinflussen kann. Je nach Alter und Geschlecht gilt es dabei – neben gemeinsamen Basis-Untersuchungen – unterschiedliche Aspekte besonders zu beachten.
JETZT VORSORGEN!